22. Dezember 2010

5. Dezember 2010

Titanic











Hihi...

Wetten, dass Dr. Mang sich freut?

Immer die passende Werbung zum jeweiligen redaktionellen Inhalt aussuchen, das ist eine Kunst, in der gerade angehende Online-Journalisten bis zum Exzess geschult werden. Mit 1A-Ergebnissen, wie man immer wieder sieht!


3. Dezember 2010

Willkommen im Aubendienst!



Hurra!!

Was ist heute? Ach ja, der dritte Dezember. Fortan ein Glückstag, denn heute habe ich die Chance erhalten, meine Karriere noch einmal in ganz andere Bahnen zu lenken! Ich, ja ich ganz persönlich, habe Post von Christian Schroeder bekommen, und zwar per Mail. Er bietet mir einen Job an, nachdem er offenbar meine Bewerbungsunterlagen irgendwo liegen gefunden hat.

Komischer Ausdruck? Nein - das ist einfach Aubendienst-Slang! Aber bitte lest selbst:

Sehr geehrte

Ich heibe Christian Schroeder und ich habe ein Angebot fur Sie!
Unser Unternehmen Jasckson Logistic sucht im Moment neue Arbeitskrafte! Wir haben Ihre Bewerbungsunterlagen bei uns vor einige Zeit
liegen gefunden und jetzt mochten wir Ihnen eine Stelle von unseren AuBendienstvertreter anbieten.
Was spricht dafur? Keine vorherige Erfahrung notig! wir machen gratis ein Training fur Sie, falls Sie mit uns kooperieren.

Schauen Sie, was wir Ihnen anbieten:

Stelle: AuBendienstvertreter

Bedingungen:
Deutsche Staatsangehorigkeit,
FlieBendes Deutsch,
Grundkenntnisse von Microsoft Word und Microsoft Excel,
Grundkenntnisse von Konsumelektronik
PC mit Email- und Moglichkeit die Emails min. 2mal taglich zu prufen
Drucker, Scanner
Volljahrigkeit


Beschreibung:

- Briefe vom unseren Mitarbeiter regelmaBig empfangen,
- Einen Bericht ausfertigen und ihn an den Obermanager verschicken (Der Arbeitnehmer ist einem Obermanager unterordnet),
- die angekommene Postsendungen, gemaB unserer Vorschriften, weiterzuleiten,
- die Unterlagen, mit Angabe aller Details der Artikel, auszufullen (Der Arbeitnehmer bekommt alle ausfuhrlichen Dokumente fur jede Verpackung per Email),
- die Ware versenden.

Personliche Eigenschaften:

Ehrlichkeit
Geselligkeit
Teamfahigkeit
Hoflichkeit

Die Vergutung:
40. pro jede erfolgreich versendete Postsendung (ca.3000 . monatlich) mit Check oder per Uberweisung einmal pro Monat.


Wenn Sie daran interessiert sind, schreiben Sie mir unter: job.ulrichraade@gmail.com


Danke, Christian Schroeder
HR Department
Jasckson Logistic



Ist das nicht einfach grandios? Und dieser unverschämte Postsortierer von Googlemail hat das tatsächlich in meinen Spam-Ordner verschoben. Ja Google, mach nur so weiter. Erst lässt Du Dir von irgendeinem, bislang noch unbekannten, Nachbarn vorschreiben, dass unser Haus verpixelt werden soll (warte nur, in zwei Wochen ist Eigentümerversammlung, Teer und Federn stehen bereit!), und dann bringst Du mich um ein Haar um meine berufliche Zukunft!



Über diese Mail freue ich mich in vielerlei Hinsicht:
  1. "Sehr geehrte" - das ist mal eine Anrede! Endlich erkennt jemand, dass Namen doch nur Schall und Rauch sind!
  2. Die Bedingungen: Drucker, Scanner, fliebendes Deutsch und Volljahrigkeit. Alles am Start, Christian Schroeder!!
  3. Personliche Eigenschaften als Voraussetzung: Hoflichkeit und - yeah - Geselligkeit!! Im Zeugnis-Sprech bedeutet "gesellig" doch "er hat keine Gelegenheit zum Saufen ausgelassen"... hier offenbar Grundbedingung!! Leber olé!
  4. Der Absender: Eine Mail von "hong" bekommt man nicht alle Tage!
  5. Und das beste: Die Bezahlung. Pardong, die Vergutung. Es gibt tatsächlich 40. (sprich: 40 Punkt) für jede versendete Postsendung. Wieviel ist ein . wert? Yahoo Finance kennt diese Währung nicht. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen Umrechnungskurs von 1:1 (. zu €) handelt. 3000 . monatlich. Und das nur fürs Saufen und und volljahrig sein. Klingt klasse.
So, jetzt werd ich dem Herrn Schroeder mal von meinem geheimen Spam-Account aus eine Bewerbungsmail schreiben. Wenn Ihr bald nichts mehr von mir hört, liegt es an meiner neuen dynamischen Tätigkeit im Aubendienst!!

Ganz aufgeregt grüßt
Tinifeliz

1. Dezember 2010

Bilder, die wir nicht verstehen

Mein geschätzter Kollege Natchez pflegt in seinem Blog (dessen Lektüre dem geneigten Leser ans Herz gelegt sei, da der Erdbeerschorsch nicht nur sprachlich gewandt, sondern auch äußerst erheiternd ist) eine Kategorie namens "Bilder, die wir nicht verstehen". Wie oft begegnen mir Bilder, die ich in diese Kategorie einordnen würde, wenn ich denn so eine hätte. Habe ich aber nicht. Darum schenke ich die folgenden Fundstücke (übrigens alle aus dem Failblog) dem Erdbeerschorsch, als Dank für sein schönes Geblogge.




26. November 2010

Posträtsel

Liebe Post,

dass die Mitarbeiter in Eurer Filiale am Sudermanplatz weniger motiviert sind als Sträflinge in einem sibirischen Steinbruch, nehme ich hin.

An die völlige Inkompetenz einiger Eurer Callcenter-Mitarbeiter habe ich mich gewöhnt. Auch deren Unverschämtheit schreckt mich kaum noch ab.

Aber nun gibt es eine Sache, die ich schlichtweg nicht verstehe:
Warum ist das Porto für den gleiche Brief mit den gleichen Maßen und dem gleichen Gewicht für den Versand nach Österreich geringer als innerhalb Deutschlands?



Ratlos,
Deine
Tinifeliz

12. November 2010

Schluss mit "angedacht"!

Aus - wieder einmal - gegebenem Anlass: Liebe Menschen! Vermeidet das Wort "angedacht"! Bitte!

"Es ist angedacht, jetzt das Abendessen einzunehmen!",
"Wir haben angedacht, diese Konzept zu erweitern!"

Für solche und ähnliche Satzkonstruktionen gibt es künftig Honk-Medaillen.
Denkt daran (und denkt es nicht an, sondern denkt es einfach durch)!

Danke!
Eure Texter, Lektoren und sonstiges Gesinde

9. November 2010

Schön



Schön: Zu erfahren, dass Leute Deinen Blog lesen, von denen Du dachtest, sie hätten Dich schon längst vergessen. Auch wenn sie sich darob etwas ertappt fühlen.

:-)

7. September 2010

Insomnia

Zu den Insomnien (ungenau: Schlaflosigkeit = Agrypnie) zählen Schwierigkeiten beim Einschlafen, Störungen des Durchschlafens und vorzeitiges Erwachen. Hilfe! Bin ich krank? Nee, eigentlich nur viel zu früh aufgewacht.

Es ist schön zu sehen, wie langsam die Lichter in den Wohnungen ringsherum angehen. Und parallel dazu die Sonne wieder vorbeikommt; träge heute und schwerfällig, vermutlich hat sie auf ihrem Weg durch Asien oder Amerika irgend etwas Unschönes erlebt oder wurde beschimpft. Sicher bleibt sie nun den ganzen Tag müde und muffelig und mag nicht hinter den schützenden Wolken hervorkommen. Ich verstehe sie und bin ihr dafür heute nicht böse.

Außer mir ist bis jetzt hier nur eine Fliege wach, allerdings eine extrem nervige. Sie setzt sich immer wieder neben mich an die Wand und scheint mir irgend etwas sagen zu wollen. Ich vermute, dass ihr dasselbe Schicksal widerfahren ist wie seinerzeit Seth Brundle. Das tut mir natürlich leid, aber helfen kann ich ihr auch nicht, da ich gerade keinen Teleporter zur Hand habe.

Und eigentlich bin ich doch nur deshalb nicht im vollbesetzten Bett geblieben und hab meine Nase in wollige Kinderhaare vergraben, weil ich dringend arbeiten muss.

Also wieso raubt mir Seth jetzt hier meine Zeit. Und bloggen wollte ich doch auch nicht.

Schluss jetzt.

1. September 2010

Der Schwarm

Mit vielen anderen eine Kette bilden... das kennen wir noch aus den Neunziger Jahren.
Aber damals waren's wirklich nur Ketten, oder allenfalls mal ein Schweigemarsch, und es war alles *gähn* real life. Jetzt - total hip und virtuell - kann man mit anderen auch einen Hut bilden, eine Schlange, einen Hummer, oder - hach - ein hübsches Patchwork-Muster.

Die Rede ist von Swarmation, einem ebenso simplen wie zeitfressenden Online-Spiel, in dem man in Kooperation mit anderen als Pixel durch ein Raster gleitet und sich zu vorgegebenen Mustern zusammenschließen muss. Das eigene Pixel ist blau, die anderen sind grau und tragen Namen wie Jelly, Moose oder Lion. Wem es gelingt, in Zusammenarbeit mit Moose & Co. die Formation der Vorgabe gemäß nachzustellen, erhält Punkte.

Insgesamt muss jedoch gesagt werden, dass James Surowiecki dieses Spiel vermutlich nicht im Hinterkopf hatte, als er "The Wisdom of Crowds" verfasst hat... meistens läuft's nämlich genauso ab wie in der Realität: Alle wabern hektisch herum und am Ende kommt nur Quatsch raus.

Gott sei Dank hängt sich die Seite desöfteren auf, sonst würde es zu viel Spaß machen, und es ist und bleibt eben - ein Zeitfresser.