16. September 2008

Langeweile?

Wenn man ausnahmsweise mal so gar nichts anderes zu tun hat, dann gönne man sich einen Abstecher zu "yearbookyourself.com". Dort kann man sich im Stil amerikanischer Highschool-Jahrbücher verschönern lassen.

Gut, dass man meist genug zu tun hat.

11. September 2008

Wo sind die alle?

Dass ich nun schon seit einigen Jahren Lindenstraßen-abstinent bin, liegt nicht nur am Nichtvorhandensein eines Fernsehers im Tinifeliz'schen Haushalt. Aber aufgrund eines Kommentars in Angelonas Blog habe ich eben seit langem mal wieder an die Serie gedacht. Schaut die eigentlich noch irgend jemand an?

Die Lindenstraßenbewohner jedenfalls haben sich schon lange nicht mehr hier blicken lassen. Das war vor einigen Jahren eine regelrechte Plage. Diese leider ihr Leben lang auf eine einzige Rolle festgemünzten Schauspieler schienen damals zu einem nicht zu unterschätzenden Teil hier im Viertel wohnen oder sich zumindest gerne mal hier herumzutreiben.

Die Gastronomiekrähe E. Sarikakis betrieb hier bis vor einigen Jahren einen ganz und gar nicht funktionierenden griechischen Imbiss, der öfter vom Gesundheitsamt als von der ersehnten Kundschaft besucht wurde. Selbst die schlechtbesuchten Autogrammstunden mit anderen Lindenstraßen-D-Promis konnten die Leute nicht zum Gyroskauf bei Elena bewegen. Irgendwann gab sie auf, heute ist in ihren Räumlichkeiten ein Subway (besser besucht).

Herr Gung fuhr öfter auf dem Fahrrad an mir vorbei (vielleicht, öhöm, verwechsel ich den aber auch), und Klapsmühlen-Momo (schauder) sowie Plauzen-Klausi saßen ab und an mal in einem Café in der Nähe und kamen sich toll vor (in gewisser Weise hatte das jedes Mal was von den berühmten "Privat-Audienzen", die Joschka Fischer früher mit Freunden in Berliner Kneipen abhielt).

Else Kling, Gott hab sie selig, stand mal in einem Geschäft plötzlich vor mir, in der Realität noch viel klappriger als im Fernsehen, und ich habe einen imaginären Hut gezogen vor der Leistung, in diesem Zustand noch zu arbeiten.

Der roten Isolde kann man als Kölner ja leider sowieso nicht ausweichen; wie ein ätherischer Hauch aus mondäner Aura wallt sie an einem vorbei, und wenn man großes Pech hat, dann steht sie plötzlich in der Oper auf der Bühne und singt (so geschehen bei einem Stück, das bei der Premiere vor einigen Jahren so ausgepfiffen und in der Presse zerrissen wurde, dass der Intendant vor Beginn der zweiten Vorstellung auf die Bühne kam und das Publikum bat, die Schauspieler in Ruhe zu lassen. KEIN Witz!)

Ach ja, und dann diese merkwürdige Begegnung mit Andy Zenker. Ich habe zwecks Laufschuhkauf eine Laufbandanalyse gemacht - ein ohnehin peinliches Unterfangen, wenn man sich da strampelnd zum Affen macht (und der Sportskanone von Verkäufer dann keuchend offenbaren muss, dass man eigentlich gar nicht mehr kann) und schließlich noch gesagt bekommt, man habe irgendwelche Knickfüße und brauche dringend ein entsprechend ausgestattetes Paar Schuhe für 280 Euro. Tatsächlich stand dann auch noch die ganze Zeit der dackelgesichtige Andy daneben, schaute gemeinsam mit dem Verkäufer interessiert auf den Bildschirm, der meine missratenen Füße um ein Vielfaches vergrößerte und hörte sich dann auch noch die wohlgemeinten Ratschläge fürs Laufen an. Brrrr!!!

Lisa, die Bratpfannen-Möderin, habe ich auch erst ein Mal gesehen, aber vom kurzen Erhaschen des Augenblicks wirkte sie genauso banane wie in der Serie.

Nastya, deren Tochter unverschämterweise Mila genannt wurde (wir waren aber zuerst, bäh), schiebt hier desöfteren ein echtes Baby durch die Gegend, zumindest meine ich, dass sie es ist. Kann es sein, dass sie wirklich Nachwuchs bekommen hat oder hat sie zum besseren Studium der Rolle ihr Filmbaby entführt? Sachdienliche Hinweise werden erbeten.

Ach ja, irgendwann haben wir abends beim Spazierengehen in eine fremde, aber hell erleuchtete und unbevorhangte Wohnung gelinst, und *schwupps*, plötzlich tauchte da Philipp auf und hängte Wäsche auf. Ein merkwürdiger Anblick.

Nun ja, mittlerweile haben wir mehr oder weniger Ruhe - kann das etwa daran liegen, dass wirklich niemand mehr die Serie ansieht und die Schauspieler nun alle aufs Land ziehen mussten?

7. September 2008

Doof bleibt doof

Manchmal frage ich mich, ob das Internet die Leute blöd macht oder ob das einfach nur der Zeitgeist ist.

Eben habe ich in einem Rechtschreib- und Korrekturenforum die folgende Frage gestellt:

Hallo,

der Titel einer Dissertation ist durch einen Halbgeviertstrich (= Gedankenstrich) zweigeteilt, etwa so:
"Aufzucht und Haltung von Einhörnern – eine ökonomische Analyse"

Ist es möglich, das "eine" groß zu schreiben? Also
"Aufzucht und Haltung von Einhörnern – Eine ökonomische Analyse"

Mein Kunde findet die Kleinschreibung im Titel etwas mickrig, und ich muss ihm recht geben, weiß aber nicht, ob eine Großschreibung zulässig ist.

Vielen Dank im Voraus!


Meiner durchweg intellektuell wohlausgestatteten Blog-Leserschaft wird sich diese Frage zwar nicht gestellt haben, aber selbstverständlich ist der Titel dieser Dissertation rein exemplarisch und somit fiktiv, denn
a) gibt es nunmal keine Einhörner und
b) wäre eine ökonomische Dissertation zu diesem Thema einfach mehr als lächerlich.

Offenbar ist die Leserschaft des Korrekturenforums subfontanell wesentlich schlechter bestückt, was mich doch sehr verwundert, handelt es sich doch - der Natur der Seite nach - höchstwahrscheinlich größtenteils um Lehrer, Lektoren und Autoren.

Bedenklich ist darüber hinaus, dass die des Lesens offenbar nicht wirklich mächtig sind, zumindest nicht des vollständigen Lesens einer mehrzeiligen Frage.

Jedenfalls kam kurz nach meiner Fragestellung die folgende Antwort (Titel: "Boykott dieser Frage"):

> Rechtschreibfragen zu Projekten, indenen es darum geht
> Eichhörnchen der Freiheit zu berauben, wahrscheinlich noch mit
> dem Hintergrund der Massentierhaltung, beantworte ich nicht und
> fordere jeden Tierfreund auf, diese Frage nicht zu beantworten.

> Euer Tierfreund
> Hirninger


Ist das nicht einfach zum Schreien? Vielleicht ist aber einfach nur der Name Programm.

Ach so - ja, sein Post war wirklich ernst gemeint!!!

Es schüttelt den Kopf:
Tinifeliz

9. Juli 2008

Gegen das Mäandern

Seit ungefähr zwei Tagen mäandert mir ständig das Wort "Mäandern" im Kopf herum, und zwar das Verb, nicht das gebeugte Substantiv.


"Mäandern" ist ein merkwürdiges Wort, und ehrlich gesagt geht es mir auf den Keks - nicht nur, weil es nicht mehr aus meinem Kopf heraus will, sondern weil es ein etwas verblasstes Wort ist. Vor einigen Jahren, so scheint es mir zumindest, wurde "mäandern" noch von forschen Sprachliebhabern voller berechtigtem Stolz verwendet; es war ein außergewöhnliches Wort, das einem zudem beinahe lautmalerisch seine Bedeutung entgegen mäanderte.


Heute hingegen wird dieses Wort viel zu oft und stellenweise missverständlich gebraucht. Und die Menschen, die es benutzen, sind eitel und gucken angestrengt beim Sprechen. Außerdem tragen sie Walkjacken und Crocs. Beeindrucken können sie mit dem Einsatz des Wortes "Mäandern" allenfalls noch ein paar abgehalfterte Möchtegern-Intellektuelle, die in Wirklichkeit Arte auch langweilig finden.

Mich jedenfalls nicht! Ich warte, bis das Wort wieder aus meinem Kopf verschwindet und durch ein neues ersetzt wird (wie lautet eigentlich das auf Wörter bezogene Pendant zu "Ohrwurm"?) - "Rübe" zum Beispiel. Denn dies ist schließlich, wie sich besonders aufmerksame Leser meines Blogs eventuell erinnern, mein Patenkind!

7. Juli 2008

Sprachlos

Sprachlos verneige ich mich heute vor den schönen Geschichten, die das Leben so schreibt.
Was gibt es da schon mehr zu sagen?

Höchstens noch dies: J'ai très très froid!

29. Juni 2008

Der Sprung

So meine Lieben, nach Pandoria wage nun auch ich den Sprung in die Selbstständigkeit. Und wie? Ich schreibe.



So schön wie damals im Tessin wird's wohl nicht immer aussehen. Aber auf jeden Fall wird es eine andere Art der Arbeit sein als ich sie gewohnt bin.

Ich bitte um Besuche meines Internet-Auftrittes, und natürlich um fleißige Empfehlungen!!

"Es sind die Wörter, die singen, die steigen und fallen. Vor ihnen werfe ich mich nieder... So sehr liebe ich die Wörter!"

(Pablo Neruda, 1904 - 1973, chilenischer Schriftsteller)

22. Juni 2008

Pandoria bloggt professionell!

Dieser Post ist einzig und allein für DICH, Geoff Ormond, da ich Dich nicht länger dem quälenden Motivationsposter aussetzen will und mich freue, wenn Du Dich über einen neuen Eintrag freust. Nie mehr ohne meinen Bruder!!!

Tatsächlich gibt es ja aber auch einen guten Grund für einen neuen Post. Abgesehen von einer sich stetig steigernden guten Laune meiner- und bruderseits ist nämlich ein weiterer Stern am Bloggerhimmel aufgegangen. Unsere Freundin Pandoria bloggt jetzt ganz professionell auf wissen.de, und zwar - für eine Neuköllnerin standesgemäß - stets zum Thema Integration.

Was man dort bislang zu lesen kriegt, steht Pandorias gewohnten Blog-Perlen wie z. B. dem Grieselfieber in nichts nach, und wir freuen uns schon auf weitere integrative Hauptstadtbetrachtungen!!!

Und damit Geoff auch wirklich was zu gucken hat, hier noch ein paar schöne Fotos:












Meine Güte, da versuche ich nach über 1,5 Jahren mal wieder zu arbeiten und schon sitze ich da und blogge... (Manche schlechte Gewohnheiten legt man wohl nie ab ;-)

9. April 2008

Motivationsposter

Ich habe gehört, es gibt tatsächlich noch Büros, in denen diese unsäglichen Motivationsposter hängen. Kennt die jemand nicht? Ich meine diese hier:



Schlimm, oder!? Ich persönlich fände - wenn denn schon ein Poster im Büro sein muss - die entsprechenden Parodien von Despair viel motivierender. Zum Beispiel diese hier:


Besonders schön aber ist, dass man bei Despair auch sein ganz persönliches (De-)Motivationsposter selbst gestalten kann. Zum Beispiel so:


Super, oder? Werde ich mir merken als potenziellen Motivator für den Wiedereinstieg...

4. April 2008

Die guten Dinge

Wie schön dies zu wissen: Es gibt sie noch, die guten Dinge!
Entdeckt neulich beim Zeitunglesen VOR dem Frühstück:


Würg! Speih! Was soll das, wieso schreiben die so etwas in die Zeitung? Und der Zusatz "Nach uraltem Hausrezept" macht die Sache m.E. noch viel schlimmer. Da klingt so etwas Archaisches mit, so im Sinne von: "Früher, jaja, da hat man sich nicht so angestellt. Wir hatten ja NICHTS! Da haben wir auch aus Menschenhirnen Wurst gemacht!! ". Aber da es ja selten ein Angebot ohne Nachfrage gibt, bleibt mir nur die schockierte Frage: Wer kauft so etwas? Sachdienliche Hinweise erbittet:
Tinifeliz